2018-07-19 – Dänische Südsee

Einmal werden wir noch wach, heissa….. dann geht’s los 😉

Morgen ist es endlich so weit. Um 07:00 Uhr geht der ICE nach Fulda. Einmal umsteigen und der zweite ICE bringt uns pünktlich um 15:00 Uhr nach Kiel. Zumindest ist das der Plan. Ihr könnt dann hier lesen, ob es so geklappt hat 😉

Die Wettervorhersage könnte besser nicht sein.

Ihr könnt dann hier lesen, ob es so geklappt hat 😉

 

 

Die Reiseroute steht auch schon seit Tagen fest:

Kiel – Kappeln an der Schlei – Flensburg – Sönderborg/ Stadt – Dyvik – Sönderborg/ Marina – Maasholm – Eckernförde – Kiel

Ihr könnte dann hier lesen, ob es so geklappt hat 😉

 

 

Wir wollen in Marinas festmachen, aber auch in einsamen Buchten ankern. Wir wollen endlich das Dinghy mit dem Außenborder in Betrieb nehmen und damit Spaß auf dem Wasser haben. Wir wollen  grillen und vor allem dicke Fische fangen.

Ihr könnte dann hier lesen, ob es so geklappt hat 😉

Also… dranbleiben!

Tag 1 – die Anreise oder auf die Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn ist Verlass

Die Anreise war mal wieder „bahntypisch“. Pünktlich um 07:03 Uhr in Homburg gestartet, müssen wir in Frankfurt umsteigen, weil der ICE 882 ab Fulda ausfällt.

Hauptsache, die Kinder haben Spaß, denn der Zug ist (fast) vollkommen voll besetzt. Die Zugbegleiterin ist aber klasse. Sie besorgt uns Plätze in der 1. Klasse. Ein sehr netter junger Mann bietet mir sogar seinen Sitzplatz an. Für wie alt hält der mich eigentlich? Ich bedanke mich mit einer Einladung auf einen Drink im Bistrowagen. Jetzt habe ich einen neuen Freund, ein sehr netter Mann. Wir haben ein wirklich tolles Gespräch.

Dann müssen wir noch einmal in Hamburg umsteigen, diesmal in einen Regionalexpress. Doch, oh Wunder, der ist sogar schneller in Kiel, als der IC. In Kiel bekommen wir den Bus innerhalb von 10 Minuten. Alles gut gelaufen bis hierher. Doch die letzten 30 Minuten im Bus sind schweißtreibender als der gesamte Tag. Und dann hält die Busfahrerin trotz Signal nicht an unserer Haltestelle. Jetzt müssen wir etwa 400m zurück laufen.

Endlich am Boot!

Wir räumen unsere Sachen ein. Dann fahren Jeremias und ich mit den Bus in den Ort, um Lebensmittel für die ersten Tage einzukaufen. Die Liste ist lang, die Taschen und Rucksäcke sind schwer. Und dann sollen wir 45 Minuten auf den letzten Bus warten? Nein, wir gönnen uns ein Taxi und stellen fest, dass es nur wenig teurer ist.

Das Abendessen lassen wir uns vom Pizza-Service bringen.

Wir beschließen den ersten, ereignisreichen Tag mit NDR2 und einem Drink auf der Flybridge.

Kiel, wir sind da! 

Tag 2 – Cachen, Wasserspaß und Grillhähnchen

Was für eine Nacht! Ich liebe einfach dieses Bett  Nirgends schlafe ich besser.

Ich werde um 06:00 wach – alle schlafen noch. Ich drehe mich rum und nicke wieder ein.
Um 07:10 Uhr gehe ich zur Toilette – alle schlafen noch. Also lege ich mich wieder hin, will ja schließlich keinen stören.
Um 08:40 Uhr beginne ich diesen Blog – die anderen pennen immer noch. Ist es die Anstrengung von gestern oder die Seeluft, die so müde macht?

Nach einem ausgiebigen Frühstück spazieren wir auf die Landzunge von Stickenhörn. Während die Kinder auf dem schönen Spielplatz spielen, versuchen wir zum zweiten Mal, den Cache „Stickenhörn“ zu finden, diesmal mit Erfolg. Jeremias ist der Glückliche, der ihn findet.

Nachmittags haben wir Spaß mit dem Dinghy (diesmal noch ohne Motor, weil ohne Benzin), schwimmen und genießen den Tag.

Jeremias und ich biken nach Friedrichsort und kümmern uns um das Abendessen. Ausklang auf der Flybridge und dem Achterdeck.

Tag 3 – der Törn beginnt

Nach einer geruhsamen Nacht und einem gemütlichen Frühstück machen wir uns auf den Weg.

 

Die Crew, das sind Fendergirl Aniko und Skipper Werner, Susanne und Jeremias, Neila und Tristan.

Zuerst fassen wir noch Frischwasser. Erstes Ziel ist dann der Olympiahafen Schilksee, wo ich den Schmutzwassertank leeren will.

Wie schon mal erwähnt, ist der Platz vor der Fäkalienabsauganlage eng, gerade mal 1 Meter vor und hinter dem Boot. Und der blöde Wind treibt mich an die Wand. Ich arbeite mit den Strahlrudern… offensichtlich zu viel, denn plötzlich fallen beide aus. Trotzdem bringe ich das Boot ohne Blessuren an Land. Jeremias macht a) einen guten Job und b) das Boot fest. Eine halbe Stunde und 10€ später sind wir unsere Hinterlassenschaften los und machen uns wieder auf den Weg. Die Strahlruder funktionieren wieder – es war der Überhitzungsschutz – und wir verlassen Schilksee wie die Profis.

Quelle: www.marinas.com

Wir fahren zügig nach Kappeln an der Schlei. Die letzte freie Box ist zu eng für uns, wir bleiben fast stecken. Später sind wir dankbar dafür. Direkt daneben liegt nämlich die „Schlei Princess“, ein Disco-Party-Boot für 250 Leute. Selbst in der 3Km entfernten Werft, wo wir dann einen guten Liegeplatz finden, sind die Bässe und der DJ zu hören.

Wir schlemmen in Kappeln ein richtig gutes Eis. Wir flanieren auf der Uferpromenade und entscheiden uns spontan für ein Abendessen im Ort mit Fisch: Lachs, Scholle, Seelachs, Dorsch und Fischstäbchen 🙂

Um 21:30 Uhr schlafen endlich die Kinder… und dann kommt die „Schlei Princess“ mit voller Dröhnung.

Tag 4 – Gelting-Mole und endlich ein Dinghy mit Außenbordmotor

Wir machen Frühstück am Steg der Werft Hennigsen&Steckmest. Der Brötchenservice vom Hafen hat uns mit frischen Brötchen versorgt. Dieser Hafen ist überhaupt gut: Netter Hafenmeister, gute Sanitäreinrichtungen, gute Stege mit allem, was man benötigt, nahe an Kappeln.

Gegen 11:00 Uhr legen wir ab und reihen uns ein in die schier endlose Kette raus aus der Schlei.

Quelle: www.marinas.com

Es ist eine entspannte Fahrt nach Gelting-Mole, wo wir einen guten Platz finden. Wir müssen zwar etwas suchen, aber die guten Anzeigetafeln an den Stegen helfen bei der Auswahl.

Hafenbier und Hafeneis im netten Hafenlokal.

 

 

 

Da wir recht früh da sind, gehen wir erst einmal alle schwimmen. Die Hydraulikplattform ist geradezu ideal.

Jeremias und ich fahren mit den E-Bikes in den 3Km entfernten Ort Gelting, wo wir Benzin besorgen. Zufällig kommen wir an einem Lidl vorbei, der auch sonntags geöffnet ist. Jeremias besorgt Leckeres zum Grillen.

Als wir zurück sind, machen wir das Dinghy, diesmal mit Außenborder fertig. Der erste Test zeigt uns, dass wir mit 15PS mehr als ausreichend motorisiert sind.

Am Abend packen wir unser Zeug in einen Bollerwagen und spazieren an den Kai, wo wir bis in den Sonnenuntergang grillen.

Ein toller Tag! 

Tag 5 – Flensburg und „Flensburger“

10:50 Uhr, und wir legen ab, früher als sonst. Es ist bewölkt und deutlich kühler als die ganze Zeit. Irgendwie genießen wir das. Nach entspannter und kurzer Fahrt sind wir schon gegen 14:00 Uhr in Flensburg, obwohl wir noch einen Abstecher an die dänischen Ochseninseln machen. Hier strahlt wieder der Planet und beschert uns 30°.

Hier ist kein Platz zu finden,  schon gar nicht für ein Boot unserer Größe. Aniko findet dann einen „Platz“ am Kopfende des Stegs vom Fischerverein. Unser Anlegemanöver ist klasse.

Wir flanieren etwa 100m und gönnen uns einen Hafencocktail. Dann erstmal in die Stadt. Flensburg hat eine schöne Fußgängerzone. Als wir zurück sind, sind alle platt. Diese Hitze schafft einen.

Nach kurzem Ausruhen und der zweiten Dusche für heute spazieren wir noch einmal in die Innenstadt und kehren in ein Burgerrestaurant ein. Die Dinger können also doch besser gemacht werden als bei MCD.

Letzer GT* auf der Flybridge.

*GT=Gin Tonic

Tag 6 – Schweinswale und Sønderborghavn

Um 10:20 Uhr legen wir ab… neuer Rekord. Strahlend blauer Himmel, fast windstill, 26° warm.

Jeremias führt das Boot aus der Flensburger Förde, vorbei an den Ochseninseln.

 

 

 

 

 

10:50 Uhr : Walsichtung!!!

Eine Schweinswalkuh mit Kalb kreuzt unseren Kurs. Dank der ruhigen See sind sie leicht zu erkennen. Um 11:35 Uhr haben wir noch einmal das Glück, einen Schweinswal zu sehen. Die Fahrt ist ruhig und angenehm.

Quelle: www.marinas.com

Schon um 13:10 Uhr laufen wir in Sønderborg/ Dänemark ein. Da gerade ein Segler ausläuft, nehmen wir dessen Liegeplatz in der ersten Reihe.

Obwohl diese Marina 650 Liegeplätze hat, sind Boxen mit einer Breite von 4,60m oder mehr rar gesät. Glück gehabt!

Nach der Anmeldung und dem Hafenbier geht es an den Strand. Der ist ideal für die Kleinen und auch wir freuen uns über die Abkühlung. Inzwischen sind es nämlich 30° oder mehr. Der flache Sandstrand und das angenehme Wasser sind einfach nur gut.

Wir statten dem Hafenimbiss einen Besuch ab und gönnen uns ein dänisches Eis. Die können, die Dänen!

Dann spazieren wir entlang der neuen Promenade.

 

 

 

 

Abendessen auf dem Achterdeck mit Blick auf das Meer und den Sonnenuntergang. Noch eine kleine Runde mit dem Dinghy in den Stadthafen, dann der Ausklang auf der Badeplattform.

 

 

 

Sunset and GT with glasses from our friends from Bratislava. Hey Michka and Jan, greetings from Denmark.

Tag 7 – Dyvik, Wasserburg und BBQ-Flashmob

Jeremias hat frische Brötchen zum Frühstück besorgt. So kann ein Tag beginnen.

Die drei Männer (Jeremias, Tristan und ich) fahren mit dem Dinghy in den Stadthafen und machen die notwendigen Besorgungen wie Milch, Grillzeug und Gin.

Wir kommen rechtzeitig zurück, um die Brückenöffnung um 11:38 Uhr zu erwischen. Dann geht es durch den Als-Sund. Kaum zu glauben, aber wir sehen schon wieder Schweinswale. Diesmal sind es drei.

Wir lassen das Dinghy zu Wasser, um Fotos von Boot in Fahrt zu machen

Nach entspannter Fahrt biegen wir nach Steuerbord in den Dyvik Fjord ein, an dessen Ende ein idyllischer Hafen auf uns wartet.

 

Wir erwischen einen guten Platz. Dann erkunden wir mit dem Dinghy die Gegend, und die Kinder haben Spaß auf der Wasserburg im Hafengebiet.  Später legt sich ein alter Trawler an uns ins Päckchen, weil der Hafen inzwischen proppenvoll ist.

Am Abend nehmen wir am lokalen „BBQ-Flashmob“ teil. Der Hafen bietet 17 Tische und Bänke für je acht Personen und auch Grills (für die, die keinen haben) zum gemeinsamen Grillen… und die werden eifrig genutzt.

Ich genieße die einbrechende Nacht auf der Sonnenliege auf dem Vordeck, als ich plötzlich ein Schnaufen neben dem Boot höre. Hier hat sich tatsächlich ein Schweinswal in die Bucht verirrt. Im fahlen Licht des Vollmonds sehen wir ihn, wenn er zum Atmen auftaucht.

Tag 8 – Aarøsund, Baden im Meer und kein Fisch

Wir müssen warten, bis unser Nachbar abgelegt hat. Um 10:40 Uhr ist es dann soweit, wir stechen in See. Weil es mit dem Wetter so genial ist und alles gut läuft, entscheiden wir uns spontan, noch weiter nach Norden zu fahren.

Um 11:15 Uhr stoppen wir für eine dreiviertel Stunde die Maschinen. Wir lassen das Boot und uns treiben und genießen einfach die Stille auf dem Wasser. Ich bade einen Gummifisch in der Hoffnung, ein richtiger Fisch fällt darauf rein… aber nichts, gar nichts.

Tristan übernimmt das Ruder, während die Frauen sonnenbaden.

Quelle: www.marinas.com

Um 13:30 Uhr erreichen wir Aarøsund und belegen einen guten Platz am Kopfsteg. Spielplatz, Lebensmittel-Shopping im nahen Campingplatz, Schlauchbootfahren im Hafen und raus zu einem Schiffswrack, Strandbaden, Eisessen, Abendessen im Hotelrestaurant und Geocaching sind die Aktionen dieses Tages.

Dem wunderschönen Sonnenuntergang folgt ein ebenso schöner Mondaufgang. Ich sitze auf der Flybridge und schreibe diesen Blog. Ein kühler Wind und ein eisgekühlter Gin-Tonic sind erfrischend nach einem weiteren heißen Tag.

Tag 9 – Haderslev und ein gebrochene Poller

Es war eine toller und deshalb anstrengender Tag. Alle sind erschöpft und bettschwer, auch ich. Der Blogeintrag für heute kommt deshalb morgen.

Hier aber schon mal ein Bild von der Einfahrt in den Hafen von Haderslev.

Gute Nacht.

Nächster Tag, hier kommt der Eintrag.

Bevor wir uns auf den Weg nach Haderslev machen, leeren wir den Schmutzwassertank. Das ist in Aarösund ein Kinderspiel und kostenlos.

Wir fahren hinter die vorgelagerte Insel Linderum, stoppen die Maschinen, lassen die Badeplattform runter und baden in Meer. Tristan schwimmt sogar einmal um das Boot. Ich versuche mich etwa eine halbe Stunde mit der Angel – erfolglos 🙁

Dann fahren wir in das Haderslev Inlet bis nach Haderslev – einfach nur schön. Hier stehen ein paar tolle Häuser, in die man sofort einziehen möchte.

Quelle: www.marinas.com

In der Marina des HSC legen wir wegen des niedrigen Stegs rückwärts an, was uns trotz ablandigen Windes gut gelingt. Anmeldung am Automaten, Hafenbier aus dem Automaten.

Wir gehen in den Ort für den Großeinkauf. Nach kurzem Ausruhen ziehen wir zum Abendessen los. Das ausgewählte Restaurant ist jedoch kurzfristig geschlossen, weil der Koch erkrankt ist. Im Zentrum finden wir einen passablen Italiener. Ausklingen auf der Flybridge.

Tag 10 – Aarø Lystbådehavn

Hier in der Marina ist es auch heute noch windig. Wir sitzen beim Frühstück, als ich plötzlich einen Schlag spüre. Nach kurzer Kontrolle des Boots sehe ich, dass der Poller, an dem die Achterleine fest ist, und dann noch auf der Windseite, schief steht. Jeremias und ich springen sofort an Land. Im dem Augenblick, in dem ich die Achterleine löse, reißt der komplette Poller ab. Ein Bootsnachbar hilft uns, die Achterleine am nächsten Poller festzumachen. Zu Dritt schaffen wir es gegen den Wind. Gottseidank, denn die Triquetra drohte, auf das neben uns liegende Boot zu treiben. Wir sehen dann, dass der Poller noch nicht einmal zur Hälfte geschweißt war. Was jetzt???

Wir beschließen, sofort abzulegen. Trotz heftiger Böen legen wir sauber ab. Es geht zurück aus dem Haderslev Inlet hinaus in Richtung Insel Aarø.

Quelle: www.marinas.com

Weiter mit starken Böen laufen wir den Aarø Lystbådehavn an, der schon ziemlich voll ist. Der beste Liegeplatz ist für den Ausflugsdampfer „Helene“ reserviert.

Es gibt noch einen Platz neben einer neuen Dehler 42. Da uns der achterliche Wind ständig weg treibt, ist es etwas tricky, bis wir endlich liegen… gut abgefendert und mit drei Festmachern am Nachbarn.

Anmeldung und Hafenbier.

An den Stegen sieht es aus, als wenn eine lokale Brauerei die Liegeplätze sponsorn würde. Tatsächlich sind es jedoch die einfallsreichen Skipper, die sich günstige Einsteogshilfen organisiert haben.

 

 

 

Die Kinder hüpfen in der Hüpfburg und schürfen Gold, wir schwimmen, es ist schön. Dann ist Tristan richtig mutig und springt von Deck ins Wasser – immerhin etwa 2m.

Unser Grillen fällt aus, weil um 18:30 Uhr starker Wind aufkommt. Und um 19:00 Uhr kommt der Regen und zwar heftig.

Nach etwa 90 Minuten ist wieder vorbei. Wir haben die Burger übrigens im Boot zubereitet und gegessen.

Abendstimmung nach dem Regen.

Tag 11 – Sønderborg oder Hørup?

Da wir am Dienstag in Kiel sein wollen, geht es heute in Richtung Süden. Sønderborg oder Hørup? Mal sehen…

Wir haben uns für Hørup entschieden. Schon um 09:30 Uhr heißt es „Leinen los!“. Um 11:30 Uhr fahren wir in den Als-Sund ein. Um 13:38 Uhr durchfahren wir die Sønderborg-Brücke.

Quelle: www.marinas.com

Um 14:30 Uhr legen wir in Høruphavn an… in weniger als 1 Minute! Ist auch kinderleicht an diesem Steg. Eine Stunde später ist der Hafen vollbesetzt.

Dieser Hafen ist zwar etwas teuerer im Vergleich zu den anderen, aber er ist geräumig, hat ordentliche Stege und ganz neue Sanitäreinrichtungen…und einen sehr netten Hafenmeister.

Die Kinder haben Spaß mit einer Entenfamilie. Wir spazieren in den Ort und besorgen Grillzeug für den Abend.

Dann haben wir Tristan und ich Spaß mit dem Schlauchboot. Ich finde heraus, dass dieser Hafen große Liegeplätze in der innersten Reihe bietet…beim nächsten Mal!

Der Hafenmeister feuert um 18:00 Uhr fünf Grills an, die jeder benutzen kann…auch wir. Es gibt  knusprigen Bauchspeck, Flanksteak, Kartoffel- und Krautsalat. So soll Urlaub sein.

Tag 12 – Eckernförde

Bevor wir um 10:30 Uhr in See stechen nehmen wir noch 250L Diesel auf. Bei ruhiger See und kaum sind geht es los. Trotz Wolken ist es warm.

Draußen bekommen wir dann doch etwas Wellengang, Gottseidank von vorne, so dass es nur leicht schaukelt. Keiner wird davon seekrank.

Um 12:20 Uhr liegt Schleimünde steuerbord querab.

Um 14:30 laufen wir den Stadthafen von Eckernförde an und legen uns an den Außenkai, weil innen kein Platz ist.

Quelle: www.ostsee-schleswig-holstein.de

 

 

Die Stadt ist sehr schön. Der Hafen geht bis wir hinein und hat eine schöne Promenade, die von Restaurants gesäumt ist.

Enge, malerische Gässchen und eine kleine hübsche Innenstadt vervollständigen die Szenerie.

Später laufen noch ein paar Großsegler ein und legen sich zu uns.

Wir flanieren auf der Promenade, entscheiden uns spontan für ein Restaurant mit montenegrinischer Küche und werden nicht enttäuscht. Später gibt es in der hübschen Innenstadt noch ein Eis.

Tag 13 – Kiel, der letzte Schlag

Der Tag beginnt wunderschön. Heute machen wir den letzten Schlag nach Kiel, hoffentlich auf den eigenen Liegeplatz am neuen Oststeg.

Die Fahrt ist ruhig. Aus der Eckernförder Bucht raus und bis in die Kieler Förde hinein bekommen wir etwas Wind und Wellen. Wir werden begleitet von großen und kleinen Schiffen.

Dann legen wir mit einem traumhaften Manöver in der neuen Box an.

Wir erfrischen uns mit einem Sprung ins Wasser, bevor wir auf die Landzunge von Stickenhörn spazieren, wo wir unser Abendessen grillen, während die Kinder spielen.

Dazu gibt es Förde Kino vom Feinsten. Kleinste und kleine, große und größte Boote und Schiffe fahren rein und raus.

Mit dem Sonnenuntergang kehren wir zurück aufs Boot.

Tag 14 – Letzter Tag und Bilanz

Susanne kümmert sich um die Kinder, während Aniko das Boot von innen aufräumt und reinigt. Jeremias und ich waschen das Boot ordentlich ab, was bei dem heißen Wetter anstrengend ist. Deshalb tragen wir Badehosen und erfrischen uns ab und zu mit einem kalten Strahl aus dem Wasserschlauch. Dann bauen wir das Dinghy ab, reinigen es und bauen es wieder auf. Der Außenbordmotor wird auf dem Achterdeck verstaut.

Der Urlaub ist vorbei, das Boot liegt „eingemottet“ in seinem Sommerhafen am neuen Steg in der Box 16.

Inzwischen sitzen wir im ICE 77 auf dem Weg nach Hause. Kaum zu glauben, aber die Deutsche Bahn ist pünktlich 1)

Das war ein toller Törn. Wir haben

  • 230sm gemacht
  • 800L Diesel verbrannt
  • 11 Häfen besucht
  • 3 Flaschen Gin und etwas Tonic vernichtet
  • 6 „Schweinsnasen“2) gesehen
  • 3 mal abgepumpt
  • 2 mal erfolglos geangelt
  • 6 mal gegrillt
  • Wiederholt die dänische Speiseeisindustrie subventioniert
  • Eine Sonnenbräune wie  noch nie

1) Die Bahn war natürlich nicht pünktlich. Der Zug hielt nicht in Mannheim, sondern erst in Heidelberg,
der Anschlusszug zurück nach Mannheim war so voll, dass er mich vor verschlossenen Türen stehen ließ, während der Rest der Familie schon drin war,
der Anschlusszug nach Saarbrücken wartete nicht, so dass wir mit einem Regionalexpress erst mit 2 Stunden Verspätung ankamen.

2) Es waren natürlich Scheinswale 🙂