2019-04-26 – Launchtörn

26.04.2019 – die Anreise

Um 04:00 Uhr stehen wir auf. Da schon alles vorbereitet ist, können wir schon um 04:45 Uhr losfahren. Die Fahrt ist problemlos, kein Stau, kein stockender Verkehr. Anders sieht es auf der Gegenfahrbahn aus. Wir sehen wir drei zum Teil sehr lange Staus und einen bösen Unfall. Glück gehabt!

Um 12:30 Uhr sind wir in Burgstaaken und gehen erstmal in die Fischhalle auf einen Imbiss. Jetzt sind wir richtig da.

Dann ruft unser Boot. Die Arbeiten am Unterschiff scheinen abgeschlossen. Beim genauen Hinsehen bemerke ich aber, dass die Strainer und das Heckstrahlruder nicht beschichtet wurden. Dafür hat man dooferweise die Opferanoden an den Trimmklappen übermalt… wie blöd, so sind sie wirkungslos. Da muss die Firma nochmal ran.

Wir holen den Zimmerschlüssel ab und beziehen unser Appartement in der Strandburg. Es ist ganz nett, direkt am Südstrand und gut eingerichtet. Wir haben sogar einen eigenen Strandkorb.

Wir genehmigen uns eine Pause auf der Terrasse im FehMare.

Dann zieht es uns auf den Wulfener Hals, wo wir getrocknete „Stengel“ suchen. Natürlich sind wir erfolgreich.

Das Abendessen nehmen wir im Restaurant im FehMare ein. Ein langer Tag geht zu Ende.

27.04.2019 – Bojendorfer Strand und Blasentang

Eigentlich wollten wir heute damit beginnen, den Rumpf zu polieren. Dazu muss das Boot aber erst etwas rangiert werden. Im Gespräch mit einem Arbeiter, der an der Nachbaryacht arbeitet, erfahren wir, dass wir das aber nicht bis Montag schaffen dürften. Also beschließen wir, in der Werft in Kiel anzufragen. Für alle Fälle haben wir uns die Visitenkarte dieses Polierers geben lassen.

Stattdessen fahren wir an den Bojendorfer Strand. Es ist fast windstill, und die Ostsee liegt wie ein Spiegel. Es ist schon viel los… Sonnenanbeter, Strandläufer, Steinesammler, Angler und zwei Jungs, die ihr SUP ausprobieren. Die 16° fühlen sich an wie 24°. Es ist einfach schön.

Wir suchen nach Tang, der auf Steinen angewachsen ist. Zunächst ohne Erfolg, doch dann geht es Schlag auf Schlag. Aniko findet den Schönsten.

Im Café vom Flora Hof esse ich die beste Pflaumen-Nuss-Sahnetorte aller Zeiten. Hier fahren wir immer wieder gerne hin.

Wir fahren wieder ans Boot und laden einige der mitgebrachten Sachen ein. Überrascht stelle ich fest, dass die noch ausstehenden Arbeiten schon erledigt sind. Gut so!

Wir bringen unsere Beute ins Appartement. Weil wir neugierig sind, was in der Marina Burgtiefe schon alles erledigt ist, spazieren wir hin. Wir genießen die Sonne, denn für morgen ist eine Abkühlung angekündigt. Hier wird die Marina im ganz großen Stil touristenmäßig neu gestaltet.

Wir fahren abschließend noch einmal nach Burg und besorgen etwas Kleines für das Abendessen. Es wird ein gemütlicher Fernsehabend.

28.04.2019 – Strahlruder und Pizza

Der Tag beginnt ganz gemütlich. Aniko holt von der Bäckerei im Haus frische Brötchen, und wir sitzen lange beim Frühstück. Dann geht es ans Boot. Ich montiere die Propeller von Bug- und Heckstrahlruder. Mit Anikos Hilfe klappt das recht gut. Irritierend ist lediglich die viermalige Frage, ob die jetzt auch halten.

Ich kontrolliere noch den Ladezustand aller Batterien und schließe die Seeventile. Jetzt ist die Triquetra fertig für den Launch. Morgen…15:00 Uhr!!!

Bei einem Zwischenstopp im Appartement wird geduscht und etwas gegessen. Jetzt sind wir fertig für Hafenkino. Also, auf in den Hafen Burgstaaken. Wir beginnen mit heißer Schokolade, natürlich MIT Sahne, im El Sol.

Wir sitzen im Hafen und genießen das Treiben. In den kurzen Momenten, wenn die Sonne raus kommt, ist es sogar richtig kuschelig. Die Einweisung von Segelneulingen auf einer Charteryacht ist recht unterhaltsam.

Da wir uns für die Pizzeria im IFA Hotelkomplex entschieden haben, fahren wir gegen 17:00 Uhr dorthin. Vorher stimme ich mich mit einem Aperitif ein. Diese Pizzeria muss man empfehlen!

29.04.2019 – Hafenkino und Launch

Es ist mal wieder spät geworden mit dem Aufstehen. Dennoch räumen wir rechtzeitig um 10:00 Uhr unser Appartement. Die zweite Runde des Frühstücks findet im Hafen statt. Bei Latte Macchiato und heißem Kakao schauen wir Hafenkino.

Wo sitzen wir?

Im Baumarkt besorge ich eine Drahtbürste – die letzte ging bei der Beseitigung von Seepocken in den Strahlrudern ja drauf – um die letzte überstrichene Opferanode zu säubern. Jetzt ist das Unterschiff fertig.

Im Sky besorgen wir Proviant.

Zurück bei Baltic-Kölln lasse ich unser Boot schon mal auf den Waschplatz schleppen. Ich rücke mit Hochdruck dem Staub des letzten halben Jahres zu Leibe.

Kurz vor 15:00 Uhr geht es an den Kran. Die Fahrt ist schon aufregend, denn das holprige Kopfsteinpflaster und die zwei platten Reifen passen nicht gut zusammen. Aber alles geht gut.

Der Kranmeister muss zweimal ansetzen, weil die Gurte nicht auf Anhieb sitzen. Dann geht es flott ins Wasser. Da der Hafen eine Live-Cam hat, schauen sich Familie und Freunde die Kranung an.

Michka and Jan, thanks a lot for the pictures you sent. Appreciated!

Die Seeventile sind dicht, die Maschinen springen sofort an, die Strahlruder arbeiten. Wir verholen auf die östliche Hafenseite.

Hier bunkere ich 400l Wasser und bringe das Wassersystem (Wasserhähne, Duschen und Toiletten) in Gang. Läuft!

Derweil räumt Aniko alles ein und bezieht das Bett. Mit allerlei weiteren Arbeiten vergnügen wir uns bis 21:00 Uhr. Nach dem Abendessen an Bord gehe ich duschen.

Wir sind im Wasser!

30.04.2019 – Putzen und Putzen

Ich habe es früher schon geschrieben, und ich wiederhole es: Ich liebe dieses Bett. Habe richtig gut geschlafen.

Nach spätem Frühstück wie immer machen wir den Tagesplan, der sehr einfach aussieht: Putzen

Dann besorgen wir Teppichreiniger im Baumarkt. Aniko arbeitet drinnen am Teppich, ich draußen auf Deck. Mit viel Wasser mache ich „Klar Schiff.“ Zusammen widmen wir uns dem Grill und dem Teaktisch und dann – denn wir haben es uns verdient – einer Portion Eis.

Am Nachmittag beschäftigen wir uns weiter mit Kleinkram rund ums Boot. Aniko findet immer etwas 🙂

Für Markus, den Künstler, besorgen wir am Abend noch mehr Naturmaterial, das er in seinen Werken verarbeitet. Bei uns sieht das noch so aus.

Wenn er es dann veredelt, sieht das so aus.

Dann gibt es Abendessen an Bord und Hafenkino. Es ist sehr interessant, einer Gruppe von jungen Leuten zuzusehen, die für den SBF See Runden im Hafen drehen und alle relevanten Manöver üben: Aufstoppen, Rückwärtsmanöver, Drehen auf dem Teller, An- und Ablegen. Fehlt nur noch das Mob-Manöver.

01.05.2019- Abwettern

https://de.wikipedia.org/wiki/Abwettern

Abwettern bezeichnet strategische und taktische Maßnahmen sowie Verhaltensweisen, um in einem Sturm und/oder bei schwerer See Beschädigungen und Gefahren für ein Seefahrzeug sowie dessen Ladung und Besatzung zu vermeiden.

Abwettern bedeutet also, im Hafen rumhängen und warten, dass das Wetter besser wird. Waren wir bis gestern noch vom Wetter verwöhnt, beschert uns ein Tief etwas Kälte und etwas mehr Wind. Es sind 5 Windstärken, in Böen 6.

Weil ein Frachter erwartet wird, bittet uns der Hafenmeister, auf die andere Seite zu verholen. Das machen wir gerne, denn dadurch haben wir wenigsten einen 200m Törn und der Westwind ist auf der Westseite des Hafens sicher besser zu ertragen.

Dummerweise müssen wir dann aber gegen böigen Wind anlegen. Eigentlich kein Problem mit dem Manöver Eindampfen. Ein netter, in Ehren ergrauten Herr in maritimem Dress nimmt unsere Heckleine entgegen. Er macht sie jedoch nicht fest, sondern legt sie nur um den Poller. So wird das nichts mit dem Eindampfen, wir werden vertrieben und ich darf das Manöver nochmals fahren. Man darf Menschen nie nach ihrem Äußeren beurteilen 🙂

Jetzt liegen wir hier. Seht ihr uns?

Eine kleine Hilfe 🙂

Im Hafen ist einiges zu sehen. Fischdampfer mit mehr oder weniger glücklichen Anglern kommen rein, Segelschulen üben ihre Manöver und andere Boote suchen Schutz im Hafen.

Ich sitze auf der Flybridge, schreibe diesen Block und unterhalte mich mit Captain Morgan aus Gläsern aus Bratislava. Cheers!

Abendessen gibt es in Goldenen Anker. Es gibt Hafenteller und Maischolle mit einem Craftbeer von der Insel Fehmarn.

02.05.2019 – Abwettern 2.0

Es ist trüb und kalt, höchstens 12° im Schatten, denn Sonne ist ja keine da. Am Morgen hat es sogar genieselt. Jetzt ist es wenigstens trocken.

Bei Weylandt lasse ich die Fender aufpumpen. Aniko putzt den letzten Kugelfender, nachdem ich gestern mit den andern begonnen habe. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir sind von The Cleaner aus Österreich begeistert. Mit dem Zeug bekommt man wirklich alles sauber. Aniko meint jedoch, es kommt keiner an die Qualität unseres Special Boat Services M&J aus Bratislava heran.

Wir fahren nach Burg zum Shoppen. Als wir gegen 16 Uhr zurück sind, beginnt es, leicht zu regnen. Es hört Gottseidank eine halbe Stunde später wieder auf. Dann kommen die Angelkutter Kehrheim und Störtebeker rein. Nicht alle Angler, die von Bord gehen, lächeln.

Funktioniert eigentlich unser Generator? Schauen wir mal. Verglühen, ein Druck auf den Starter….läuft! Ich bin richtig froh und etwas stolz. Immerhin habe ich das Aggregat selbst eingewintert, wie das Wassersystem mit Wasserheizer auch. Alles hat auf Anhieb funktioniert. Die Klimaanlagen, die eine Firma eingewintert hat, funktionieren (noch) nicht.

Wir wärmen uns zum Abendessen mit einer heißen Gulaschsuppe auf. Zum Abschluss noch etwas von dem guten Camembert, der so kräftig riecht.

Der Abend ist sonnig. Endlich stimmt es, wenn ich auf der Fly einen Sundowner nehme. Diesmal Captain Morgan mit Cola. Pur ist er doch nicht mein Geschmack.

03.05.2019 – Sonne, Wind und Heiligenhafen

Der Morgen beginnt schön. Sonnenreflexe tanzen auf dem von Böen gekräuselten Wasser im Hafen. Während es im Salon noch 15° kühl ist, wärmt mich die Flybridge schon mit 20° auf.

Uns, ich sollte eher sagen mich hält jetzt nichts mehr. Um 11:40 Uhr legen wir ab. Wir wollen wenigstens bis Heiligenhafen kommen.

Draußen ist es etwas wellig und etwas windig. Naja, es sind doch 5 Beaufort. Die Wellen sind aber kurz und kommen von vorne, sind also kein Problem. Als wir jedoch unter der Fehmarnsundbrücke durch sind, spürt man gleich, was die Landabdeckung, besser gesagt die jetzt fehlende Landabdeckung, ausmacht. Die Wellen haben jetzt schon etwas über 1m und sind deutlich länger. Jede 3. Welle lässt uns richtig tanzen. Aniko mag das nicht.

Erst der Schutz durch die Landzunge Graswarder erlaubt wieder ruhigere Fahrt. Allein der Wind bleibt.

Als ich direkt hinter der Einfahrt in die Marina Heiligenhafen nach backbord einbiege, erkenne ich zu spät, dass eine große Segelyacht unerlaubt außerhalb der Boxen festgemacht hat. Für ein Drehen reicht der verbleibende Raum nicht mehr. Aufstoppen und rückwärts sind eine Option. Der starke Wind von Steuerbord vertreibt mich schnell. Ein 10cm kleiner Kratzer ziert jetzt unsere Backbordseite. Hätte schlimmer sein können.

Weil hier die Boxen nicht breit genug für uns sind, machen wir am Servicesteg fest, wo wir auch liegenbleiben dürfen. Der Wind pfeift zwar ordentlich, wir liegen aber recht ruhig.

04.05.2019 – Wellen, Hagel und Sonnenschein

Haben wir eigentlich noch April? Dem Wetter nach zu urteilen, ja! Doch dazu später mehr. Wenn in weiter lest, versteht ihr auch, warum es von der Überfahrt keine Bilder gibt.

Da Windfinder, übrigens die beste Wetter-App, und das ist übrigens keine bezahlte Schleichwerbung, sondern echte Überzeugung, Windberuhigung zum Nachmittag angekündigt hat, legen wir erst gegen 10:50 Uhr ab. Es ist sonnig und kaum Welle…bis wir aus dem Schutz der Graswarder Landzunge raus sind. Dann stampfen wir gegen Westwind von 5 Windstärken und Wellen von 1m an. Aber es geht noch besser. In dem Maß, in dem der Wind nachlässt, nehmen die Wellen zu. Wie das geht? Nun ja, das nennt man „alte Welle„. Diese Wellen laufen dem Wind quasi hinterher. Und die haben es in sich…1,50m mindestens. Alles, was nicht wirklich befestigt ist, fliegt im Boot rum. Mal wieder was gelernt. Murphys Gesetz!

Und dann bemerkt Aniko, dass unser Dinghy verrutscht ist. OMG! Die Erinnerung von Finnland ist mit einem Schlag da. Das Ding ist doch gut verzurrt oder nicht?

Wir gehen auf Schleichfahrt und Aniko unternimmt das Ruder. Ich schlüpfe in die Rettungsweste, sichere mich mit einer Lifeline auf der Schwimmplattform. Ich zerre das Dinghy an seinen rechten Platz und sichere es mit einer zusätzlichen Leine. Das wäre geschafft…ich auch.

Dann schaukeln wir weiter. Es wird dunkler und beginnt zu regnen. Jetzt ist auch der Wind wieder da. Und dann kommt der Hagel. Es dauert nur 10 Minuten, beschert uns aber eine ordentliche Portion. Na, hoffentlich ist jetzt wenigstens der Möwenschiet von der Persenning runter 🙂 .

Kurz bevor wir die Kieler Außenförde erreichen, kommt die Sonne und der Wind geht. Die Wellen bleiben, werden aber kleiner. Erst als wir in die Förde einbiegen fahren wir mit der Welle oder besser auf ihr. Bei 10 Knoten ist es so was wie Surfen. Plötzlich ist Ruhe in der Fahrt. So macht das richtig Spaß. Auch Aniko kommt wieder auf die Flybridge.

Mit einem vorbildlichen Manöver (gut besprochen, vorbereitet und ausgeführt) legen wir in unserer Box an. Wir sind in Kiel!

05.05.2019 – ein fauler Tag…wirklich?

Als ich gerade mein Fendergirl frage: „Was haben wir gestern eigentlich gemacht?“, herrscht zuerst einmal Schweigen. Das ist im Urlaub so. Du weißt abends schon nicht mehr, was du tagsüber getan hast.

Dann fällt es uns langsam wieder ein. Ich habe das Dinghy aufgeblasen, eine Probefahrt im Hafen gemacht, die Sorgeleine und die Querleine vom Dinghy aus gespannt, die Reling und die Kuchenbude vom Salz der Ostsee befreit. Aniko hat hinter mir her geräumt und „rumgeknoddelt“, was so viel bedeutet, dass sie im einzelnen gar nicht mehr weiß, was sie alles getan hat. Sie hat auch immer noch mit heftigen Rückenschmerzen zu tun.

Ich weiß aber noch, dass ich am Abend auf der Fly saß, NDR2 hörte und den Sonnenuntergang und einen (oder mehr) Sundowner genoss. Ach ja, und dann habe ich vorm Abendessen noch vergeblich 20 Minuten geangelt.

06.05.2019 – Citti Park und AWN

Und wieder eine Nacht mit gutem Schlaf. Im Moment ist das Bett sowieso der kuschligste (komisches Wort) Ort an Bord. Die Klimaanlagen laufen immer noch nicht, so dass wir tagsüber mehr auf der Fly sind (mit immerhin über 20°) als im Salon (mit gerade einmal 15°).

Deshalb fahren wir heute in den Citti Park, um uns einen Heizlüfter zu kaufen. Wir mieten das E-Mobil von der Werft und düsen los. Im Citti Park gibt es extra für E-Mobile reservierte Parkplätze in der ersten Reihe…cool!

Und weil wir schon mal hier sind, lasse ich mir gerade die Haare und den Bart schneiden. Das war mehr als nötig.

Dann geht es zu AWN, wo wir uns zwei neue Festmacher fertigen lassen. Aus den alten konfektioniere ich Heckleinen, die an den Dalben bleiben und das Anlegen erleichtern sollen. Außerdem kaufen wir ein Hightech-Möwen-Vergrämungsgerät, damit die Scheiße auf der Persenning ein Ende hat. Im Grunde ist es nur ein windbetriebener Rotor, einfach aber wirkungsvoll.

Zum Sonnenuntergang wieder NDR2 auf der Fly, diesmal mit süßem Samoswein.

07.05.2019 – Leinenmanöver

Am Vormittag nutze ich die Gelegenheit und fahre mit Herrn Dürschke zu AWN nach Kiel. Unsere bestellten Festmacher sind fertig. Ich besorge gleich noch Dichtungsgummis für die Türen zum Achterdeck.

Diese werden zurück an Bord gleich aufgeklebt. Dann werden die neuen Festmacher mit Ruckdämpfern am Bug angeschlagen. Die „alten“ Festmacher werden als Heckleinen konfektioniert. Die wollen wir an den Dalben lassen. So wird das Festmachen wesentlich einfacher.

Das Abendessen gibt es im Restaurant Kielwasser in der Nähe. Mit einem wunderschönen Blick auf die Innenförde genießen wir Matjestartar, Strander Butt, Schollenfilets… Fisch satt. Ach ja, Beilagen waren auch dabei 😉

Schattenbild

08.05.2019 – Sonnentage… mit Regen

Der Morgen beginnt super. Wir haben strahlend blauen Himmel. Es scheint auch etwas wärmer zu sein. Oder wir sind inzwischen an die Kälte gewöhnt 🙂

Heute wollten wir mit dem Zug nach Fehmarn fahren, um unser Auto zu holen. Weil Herr Dürschke aber morgen auch nach Fehmarn muss, nehmen wir sein Angebot gerne an und fahren mit ihm. Wer weiß, welche Abenteuer wir diesmal mit der Deutschen Bahn erlebt hätten.

Stattdessen putzen wir – Aniko innen und ich außen.

Wir belegen die Mittelklampe steuerbord mit der 30m Leine. Jetzt ist unser Boot gut verzurrt, wenn wir weg sind. Und unser Dinghy wird auf der Badeplattform fixiert.

Aniko entfernt die Folienschrift vom Spiegel. Wenn Rumpf und Spiegel poliert sind, kommt die neue 3D-Schrift drauf.

Dann gibt es erst einmal eine Pause.

Johannisbeer-Sorbet mit Blaubeeren

Am Nachmittag spazieren wir nach Friedrichsort. Wir genießen ein Eis und schlendern durch den Ort. Weil es sich zuzieht, gehen wir zurück…trockenen Fußes. Dann gibt es aber doch noch einen leichten Schauer.

PS: Die Deutsche Bahn hat mich übrigens per Email über die Verspätung des Zuges informiert.

Bis zum Abend sitzen wir auf der Fly, bis uns aufkommende Kühle in den Salon treibt. Und dann kommt noch einmal Action auf. Die Crew der norwegischen 24m langen und 3000PS starken Yacht Tjore Zoilita

(https://www.marinetraffic.com/en/ais/details/ships/shipid:5887177/mmsi:257067660/imo:0/vessel:TJORE_ZOILITA)

schafft Proviant an Bord. Bei der dritten Fuhre passiert es, der Bollerwagen geht aus der Spur und die Ladung den Bach hinunter… ähhhmmmm…ins Hafenbecken. Jetzt ist „Angeln“ mit dem Bootshaken angesagt.

09.05.2019 – Fehmarn

Nach dem Frühstück warten wir auf den Motorenspezialist der Werft. Er soll sich unsere Maschinen anschauen, um ein Angebot für einen Service zu machen. Leider kommt er nicht…krank 🙁 Dann warten wir auf Herrn Dürschke, um mit ihm nach Fehmarn zu fahren. Der Arme ist wie immer voll beschäftigt. So lässt er uns von der neuen Mitarbeiterin kutschieren.

In Fehmarn zieht es uns direkt in die „Kleine Fischbude“ auf ein Matjesbrötchen. Noch ein kurzer Blick in den Hafen, dann fahren wir mit unserem Auto zurück nach Kiel.

Etwas später packen wir schon mal ein paar Sachen ins Auto und machen klar Schiff. Das Abschiedsessen nehmen wir beim Lieblings-Griechen in Altendorf.

Nach dem Abendessen spazieren wir entlang der Marina Stickenhörn bis ans Ende der Landzunge. Die Stena Line und die Color Line laufen aus. Eine Superyacht läuft ein. Ein Blick auf die App Marinetraffic zeigt mir, dass es die 180.000.000$ Yacht Madsummer von Jeffrey Soffer, einem amerikanischen Milliardär, ist. Sie wurde vor 3 Wochen in der Lürssen-Werft in Rendsburg fertiggestellt und ist auf Jungfernfahrt.

https://www.superyachttimes.com/yacht-news/95m-yacht-madsummer-launched


10.05.2019 – Heimreise

So, das war’s. Wir stehen um 07:00 Uhr auf. Da fast alles vorbereitet ist, starten wir schon um 07:30 Uhr. Tschüss, Boot!

Mit der Kieler Rush-Hour haben wir kein Problem, denn alle wollen rein – wir raus. Im Elbtunnel in Hamburg ist zwar viel Verkehr, aber er läuft. Hannover, Göttingen, Kassel… alles easy. Einmal kommt alles ins Stocken, weil die Gaffer auf unserer Seite den Unfall auf der Gegenfahrbahn unbedingt sehen wollen. Auch Frankfurt ist kein Problem. Wir sind schon um 16:00 Uhr zuhause.